
Wenn der Strom großflächig ausfällt, wird dein Smartphone innerhalb weniger Stunden nutzlos: Mobilfunkmasten brauchen Energie, WLAN-Router gehen aus, das Internet verstummt. In genau solchen Situationen bleibt Radio die einzige zuverlässige Informationsquelle – denn UKW- und DAB+-Sender werden durch Notstromaggregate weiterbetrieben und können die Bevölkerung über riesige Entfernungen erreichen.
Ein gutes Kurbelradio ist deshalb ein zentraler Baustein jeder Krisenvorsorge. Dank Handkurbel, Solarpanel und eingebautem Akku funktioniert es komplett ohne Stromnetz – und viele Modelle dienen gleichzeitig als Powerbank, Taschenlampe und SOS-Signalgeber. Kein Wunder, dass das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) jedem Haushalt ein batterie- oder kurbelbetriebenes Radio empfiehlt.
In diesem Vergleich testen wir 7 aktuelle Kurbelradios – von der Budget-Option bis zum DAB+-Premium-Gerät. Alle Produkte sind aktuell auf Amazon.de verfügbar.
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Die 7 besten Kurbelradios im Vergleich
1. Acta Berg DAB+/FM Kurbelradio – Bestseller & Testsieger
Das Acta Berg DAB+ ist der meistverkaufte Kurbelradio-Bestseller auf Amazon.de – und das aus gutem Grund. Die deutsche Marke aus dem Sauerland hat ein durchdachtes Gerät entwickelt, das im Ernstfall einfach funktioniert: einschalten, stabilen DAB+-Empfang haben, bei Bedarf das Handy laden. Die Bedienung ist so intuitiv, dass das Radio auch unter Stress oder von anderen Personen ohne Anleitung sofort bedient werden kann.
Besonders hervorzuheben ist die EWF-Funktion (Emergency Warning Function): Über DAB+ können amtliche Warnmeldungen direkt empfangen werden – ein entscheidender Vorteil gegenüber reinen UKW-Geräten. Der 5.000-mAh-Akku liefert bis zu 30–36 Stunden Laufzeit, und die Powerbank-Funktion lädt Smartphones mit guter Geschwindigkeit. Über 1.300 Amazon-Bewertungen mit einem Schnitt von 4,7 Sternen sprechen für sich.
Technische Daten
- Hersteller: Acta Berg (Deutschland, Sauerland)
- Empfang: DAB+ / UKW (FM)
- Akku: 5.000 mAh Li-Ion
- Ladequellen: Handkurbel, Solarpanel, USB-C, 3x AAA-Batterien
- Laufzeit: ca. 30–36 Stunden (DAB+, mittlere Lautstärke)
- Powerbank: Ja – Smartphone-Ladefunktion über USB
- Taschenlampe: Ja – 3 Modi (normal, Late-Lux, Super High Lumen) + Leselampe
- SOS-Alarm: Ja (akustisch + optisch)
- Display: LCD-Farbdisplay mit Uhrzeit, Datum, Sendername
- Sonderfunktionen: EWF (Emergency Warning Function), Bluetooth, Weckerfunktion, 80 Senderspeicher, Tastensperre
- Maße: 19 × 7 × 11 cm, ca. 385 g
Pro & Contra
Vorteile:
- DAB+ mit EWF – amtliche Warnmeldungen im Katastrophenfall empfangbar
- Deutsche Marke mit deutschem Service und Support
- Intuitive Bedienung – auch ohne Anleitung sofort nutzbar
- Sehr guter Empfang auf DAB+ und UKW, selbst in Innenräumen
- Powerbank mit schneller Ladegeschwindigkeit
- Bluetooth für Musikstreaming vom Smartphone
Nachteile:
- Kein Kurzwellenempfang (nur DAB+ und UKW)
- DAB+-Modus verbraucht mehr Strom als reines UKW
- Beschriftung der Tasten könnte besser lesbar sein
- Kein Wasserschutz (kein IP-Rating angegeben)
2. ROCAM CR1030DAB – DAB+ Powerhouse mit 12.000 mAh
Das ROCAM CR1030DAB ist das leistungsstärkste Kurbelradio in diesem Vergleich. Mit einem gewaltigen 12.000-mAh-Akku, einem extra großen Solarpanel (8.500 mm²) und einer effizienten 650-mA-Handkurbel bietet es die längste Laufzeit aller getesteten Geräte. Das 2,4-Zoll-HD-Farbdisplay zeigt Senderinformationen gestochen scharf an.
ROCAM ist seit Jahren als Spezialist für Notfallradios auf Amazon.de etabliert und hat das CR1030DAB umfassend überarbeitet: modernisierter DAB+-Chip, Bluetooth-Funktion, verbesserter Klang über 57-mm-Lautsprecher und 80 Senderspeicherplätze. Mit über 3.600 Bewertungen und einem Schnitt von 4,3 Sternen gehört es zu den beliebtesten Geräten in der Kategorie. Wer neben dem Radio auch eine Solar-Ladelösung für weitere Geräte sucht, findet in unserem Solarladegeräte-Vergleich passende Ergänzungen.
Technische Daten
- Hersteller: ROCAM
- Empfang: DAB+ / UKW (FM)
- Akku: 12.000 mAh Li-Ion
- Ladequellen: Handkurbel (650 mA), Solarpanel (8.500 mm²), USB-C, AAA-Batterien
- Laufzeit: Herstellerangabe bis 28 Stunden (DAB+, halbe Lautstärke)
- Powerbank: Ja – Smartphone-Ladefunktion
- Taschenlampe: Ja – LED-Taschenlampe + Leselampe
- SOS-Alarm: Ja (Sirene + rotes Blinklicht)
- Display: 2,4-Zoll-HD-Farbdisplay
- Sonderfunktionen: Bluetooth, 80 Senderspeicher (40 DAB+, 40 FM), Wecker
- Wasserschutz: IPX6
Pro & Contra
Vorteile:
- Größter Akku im Vergleich – 12.000 mAh für extrem lange Laufzeiten
- Extra großes Solarpanel lädt sogar bei normalem Tageslicht
- DAB+ und UKW mit 80 Senderspeicherplätzen
- IPX6 Wasserschutz – regenfest und spritzwassergeschützt
- HD-Farbdisplay mit scharfer Anzeige
- Bluetooth für Musikstreaming
Nachteile:
- Größer und schwerer als kompaktere Modelle
- Chinesischer Hersteller – Service nicht in Deutschland
- Selbstentladung des Akkus bei längerer Nicht-Nutzung möglich
- Sound für ein Notfallradio okay, aber eher bass-arm
3. Albrecht DR 112 – DAB+ Outdoor-Radio mit Thermometer
Der Albrecht DR 112 ist ein vielseitiges Outdoor-Kurbelradio der traditionsreichen deutschen Marke Albrecht Audio. Als einziges Gerät in diesem Vergleich bietet es neben DAB+ und UKW auch ein integriertes Thermometer – ein nettes Extra für Outdoor-Einsätze. Mit IPX5-Wasserschutz, SOS-Alarmfunktion und einem 4.000-mAh-Akku ist es solide für Krisenvorsorge und Camping ausgestattet.
Das Albrecht DR 112 ist das Gerät, das in den Google-Suchtrends aktuell am stärksten an Interesse gewinnt. Die Verarbeitung ist robust und stoßfest. Ein Karabiner im Lieferumfang erlaubt die einfache Befestigung am Rucksack. Allerdings gibt es bei einigen Nutzern Kritik am DAB+-Empfang in Gebäuden und an der sehr kleinen Bedienungsanleitung.
Technische Daten
- Hersteller: Albrecht Audio (Deutschland)
- Empfang: DAB+ / UKW (FM) / Bluetooth-Streaming
- Akku: 4.000 mAh Li-Ion
- Ladequellen: Handkurbel, Solarpanel, USB-C
- Powerbank: Ja – USB-Ausgang zum Laden externer Geräte
- Taschenlampe: Ja – LED-Taschenlampe + Leselampe
- SOS-Alarm: Ja (akustisch + optisch)
- Wasserschutz: IPX5
- Sonderfunktionen: Thermometer, Bluetooth, Karabiner im Lieferumfang
Pro & Contra
Vorteile:
- Deutsche Traditionsmarke mit guter Reputation
- DAB+ und UKW plus Bluetooth-Streaming
- IPX5 Wasserschutz – regensicher
- Integriertes Thermometer – praktisch für Outdoor
- Karabiner im Lieferumfang – einfache Rucksack-Befestigung
- Robustes, stoßfestes Gehäuse
Nachteile:
- DAB+-Empfang in Gebäuden teilweise schwach laut Nutzerberichten
- Bedienungsanleitung sehr klein gedruckt
- Doppelbelegung der Tasten kann im Notfall verwirrend sein
- Kleinerer Akku (4.000 mAh) als Konkurrenz
4. Midland ER300 – Der bewährte Klassiker
Der Midland ER300 ist ein langjähriger Klassiker unter den Notfallradios und hat sich weltweit einen Namen gemacht. Was ihn von der Konkurrenz abhebt, sind durchdachte Notfall-Details: eine Ultraschall-Hundepfeife zur Unterstützung von Rettungsteams, eine leistungsstarke Cree-LED-Taschenlampe mit 130 Lumen und eine SOS-Morsecode-Funktion, die automatisch optische Notsignale sendet.
Der ER300 empfängt AM und FM – allerdings kein DAB+, was für reine Krisenvorsorge ausreicht, aber für den Alltagsgebrauch ein Nachteil ist. Der 2.000-mAh-Akku ist der kleinste im Vergleich, wird aber durch die effiziente Bauweise kompensiert: Bis zu 25 Stunden Laufzeit gibt Midland an. Das Gerät ist kompakt, gut verarbeitet und fühlt sich wertig an.
Technische Daten
- Hersteller: Midland (Italien)
- Empfang: AM / UKW (FM)
- Akku: 2.000 mAh Li-Ion
- Ladequellen: Handkurbel, Solarpanel, Mini-USB, AA-Batterien
- Laufzeit: Bis zu 25 Stunden (Herstellerangabe)
- Powerbank: Ja – USB-Ausgang
- Taschenlampe: Cree-LED 130 Lumen, 3 Modi (inkl. SOS-Blinken)
- SOS-Alarm: Ja – automatischer SOS-Morsecode per Taschenlampe + Ultraschall-Hundepfeife
- Display: LCD mit Ladezustand und Uhrzeit
- Sonderfunktionen: Ultraschall-Hundepfeife, SOS-Morsecode, kompaktes Design
Pro & Contra
Vorteile:
- Durchdachte Notfall-Features: Hundepfeife, SOS-Morsecode, Cree-LED
- Bewährte Marke mit jahrelanger Erfahrung in Notfallkommunikation
- Sehr kompakt und wertige Verarbeitung
- Taschenlampe mit 130 Lumen – die hellste im Vergleich
- Effizient trotz kleinem Akku – bis zu 25 Stunden Laufzeit
Nachteile:
- Kein DAB+ – nur AM/FM-Empfang
- Kleinster Akku im Vergleich (2.000 mAh)
- Mini-USB statt USB-C – veralteter Anschluss
- Kein Bluetooth
5. ROCAM 12.000 mAh AM/FM – Budget-Tipp mit Riesen-Akku
Das ROCAM Notfallradio mit 12.000-mAh-Akku ist die günstigere AM/FM-Variante ohne DAB+, dafür mit dem gleichen beeindruckenden Akku und dem großen Solarpanel wie das teurere DAB+-Modell. Wer auf DAB+ verzichten kann und ein reines Notfall- und Powerbank-Gerät sucht, bekommt hier ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Mit IPX6-Wasserschutz ist das Gerät regenfest und spritzwassergeschützt – es kann also auch bei schlechtem Wetter draußen eingesetzt werden. Die zwei integrierten Lampen (Taschenlampe und Leselampe) sind kräftig und in zwei Stufen einstellbar. Das Radio kommt vorgeladen und ist sofort einsatzbereit.
Technische Daten
- Hersteller: ROCAM
- Empfang: AM / UKW (FM)
- Akku: 12.000 mAh Li-Ion
- Ladequellen: Handkurbel (650 mA), Solarpanel (8.500 mm²), USB, AAA-Batterien
- Powerbank: Ja – Smartphone-Ladefunktion (2x vollständige Ladung möglich)
- Taschenlampe: Ja – LED-Taschenlampe + Leselampe, je 2 Stufen
- SOS-Alarm: Ja
- Wasserschutz: IPX6
Pro & Contra
Vorteile:
- 12.000-mAh-Akku – Smartphone mehrfach ladbar
- IPX6 Wasserschutz
- Günstigster Einstieg mit großem Akku im Vergleich
- Großes Solarpanel für effizientes Laden bei Tageslicht
- Kommt vorgeladen – sofort einsatzbereit
Nachteile:
- Kein DAB+ – nur analoger AM/FM-Empfang
- Kein Bluetooth
- Mitgeliefertes Ladekabel mit schwachem Ladestrom – eigenes Kabel empfohlen
- Keine EWF-Warnfunktion
6. Acta Berg AM/FM/SW Weltempfänger – Kurzwelle für abgelegene Gebiete
Das Acta Berg Weltempfänger-Modell ist die günstigere Variante ohne DAB+, dafür mit einem entscheidenden Extra: Kurzwellenempfang (SW). Kurzwellen können riesige Distanzen überbrücken und ermöglichen Radioempfang selbst in abgelegenen Gebieten, wo UKW und DAB+ längst nicht mehr hinkommen. Für Survival-Enthusiasten und Prepper, die sich auf Szenarien mit zusammengebrochener Infrastruktur vorbereiten, ist das ein echtes Alleinstellungsmerkmal.
Verarbeitung, Akku (5.000 mAh) und Bedienung sind identisch mit dem DAB+-Bruder. Die Tasten sind gut platziert, die Menüführung logisch und die Kurbel funktioniert zuverlässig. Mit über 2.000 Bewertungen bei 4,4 Sternen ist auch dieses Modell hervorragend bewertet.
Technische Daten
- Hersteller: Acta Berg (Deutschland)
- Empfang: AM / UKW (FM) / Kurzwelle (SW)
- Akku: 5.000 mAh Li-Ion
- Ladequellen: Handkurbel, Solarpanel, USB-C, 3x AAA-Batterien
- Laufzeit: Über 40 Stunden (UKW, mittlere Lautstärke)
- Powerbank: Ja – Smartphone-Ladefunktion
- Taschenlampe: Ja – 3 Modi + Leselampe
- SOS-Alarm: Ja
- Maße: 19 × 7 × 11 cm, ca. 385 g
Pro & Contra
Vorteile:
- Kurzwellenempfang – Radioempfang auch in extremer Abgelegenheit
- Sehr lange Laufzeit (40+ Stunden auf UKW)
- Günstiger als die DAB+-Version
- Deutsche Marke, gleiche solide Verarbeitung
- Intuitive Bedienung mit Tastensperre
Nachteile:
- Kein DAB+ – kein digitaler Empfang, keine EWF-Warnmeldungen
- UKW-Empfang kann in manchen Regionen schwächer sein
- Kein Bluetooth in dieser Variante
- Kein IP-Wasserschutz-Rating
7. Albrecht DR 114 – Camping-Allrounder mit Laterne
Der Albrecht DR 114 ist der große Bruder des DR 112 und speziell für Camping-Fans konzipiert. Das Highlight: Neben der normalen Taschenlampe besitzt er eine integrierte Campinglampe, die den Bereich rund ums Zelt oder den Campingtisch gleichmäßig ausleuchtet. Das macht ihn zum vielseitigsten Gerät in diesem Vergleich – Radio, Lampe, Powerbank und Notfallsignal in einem.
Technisch bietet der DR 114 DAB+, UKW, Bluetooth und einen USB-C-Anschluss zum Laden. Der Akku ist großzügig dimensioniert und das Gehäuse nach IPX5 gegen Strahlwasser geschützt. Einige Nutzer loben den guten Empfang und den für ein Kurbelradio überraschend vollen Stereo-Klang.
Technische Daten
- Hersteller: Albrecht Audio (Deutschland)
- Empfang: DAB+ / UKW (FM) / Bluetooth-Streaming
- Akku: Li-Ion (großzügig dimensioniert)
- Ladequellen: Handkurbel, Solarpanel, USB-C
- Powerbank: Ja
- Taschenlampe: Ja – LED-Taschenlampe + Campinglampe
- SOS-Alarm: Ja (akustisch + optisch)
- Wasserschutz: IPX5
- Sonderfunktionen: Campinglampe, Bluetooth, Stereo-Sound, USB-C
Pro & Contra
Vorteile:
- Campinglampe integriert – einzigartig in diesem Vergleich
- Guter Stereo-Klang für ein Kurbelradio
- DAB+ und Bluetooth
- USB-C – moderner Ladeanschluss
- IPX5 Wasserschutz
Nachteile:
- Teurer als die meisten Konkurrenten
- Display kann für manche zu hell sein (Dimmung möglich)
- Ausschaltvorgang dauert relativ lange
- Empfangsqualität in manchen Berichten durchwachsen
Kaufratgeber: So findest du das richtige Kurbelradio
DAB+ oder UKW – was brauche ich wirklich?
Die wichtigste Entscheidung beim Kauf ist die Empfangstechnik:
- UKW (FM): Der Klassiker. Funktioniert überall, auch im Keller. Geringer Stromverbrauch. Für den reinen Notfall völlig ausreichend.
- DAB+: Digitaler Empfang ohne Rauschen, mit Zusatzinfos auf dem Display. Unterstützt die EWF-Warnfunktion für Katastrophenmeldungen. Verbraucht aber mehr Strom und hat Probleme in Kellern und Gebäuden mit dicken Wänden.
- Kurzwelle (SW): Extrem hohe Reichweite über Kontinente hinweg. Relevant, wenn lokale Sender ausfallen. Empfangsqualität hängt stark von Tageszeit und Wetterbedingungen ab.
Unsere Empfehlung: Für die meisten Prepper ist ein DAB+/UKW-Kombigerät die beste Wahl. Im Normalfall nutzt du DAB+ für störungsfreien Empfang, bei Problemen schaltest du auf UKW um. Wer in sehr abgelegenen Gebieten lebt, profitiert zusätzlich von Kurzwelle.
Akkugröße und Ladequellen
Die Akkukapazität bestimmt, wie lange das Radio ohne Nachladen durchhält. Im Vergleich reichen die Werte von 2.000 mAh (Midland ER300) bis 12.000 mAh (ROCAM). Wichtiger als die reine Kapazität sind aber die verfügbaren Ladequellen:
- Handkurbel: Die Notfall-Basisfunktion. Eine Minute kurbeln liefert typischerweise 5–15 Minuten Radiobetrieb. Den Akku per Kurbel vollzuladen ist unrealistisch – die Kurbel ist ein Backup, keine Primärquelle.
- Solarpanel: Ideal als Erhaltungsladung bei Tageslicht. Kleine Panels laden langsam, aber stetig. Größere Panels (wie beim ROCAM mit 8.500 mm²) sind deutlich effektiver.
- USB-C/USB: Schnellste Lademethode – solange Strom verfügbar ist. Vor der Krise vollladen!
- AAA-Batterien: Wichtiges Backup. Batterien lassen sich leicht bevorraten und verlängern die Laufzeit erheblich.
Wer eine leistungsstärkere Solar-Ladelösung für Handy, Powerbank und andere Geräte sucht, findet passende Optionen in unserem Solarladegeräte-Vergleich.
Powerbank-Funktion – Wie wichtig ist sie?
Alle getesteten Radios können als Powerbank dienen und Smartphones laden. Das ist in der Krise extrem wertvoll – selbst wenn das Mobilfunknetz ausfällt, brauchst du dein Handy für gespeicherte Informationen, Karten und Notfall-Apps. Wichtig: Je größer der Radio-Akku, desto mehr Handy-Ladungen sind möglich. Ein 12.000-mAh-Radio kann ein durchschnittliches Smartphone 2–3 Mal vollständig laden.
Kurbelradio als Teil deiner Krisenvorsorge
Ein Kurbelradio sichert die Information – aber es ist nur ein Baustein. Für einen vollständigen Krisenvorsorge-Plan brauchst du auch sauberes Trinkwasser, ausreichend Notfallnahrung und einen gepackten Notfallrucksack. Unser kostenloser Bug-Out-Bag-Rechner hilft dir, die optimale Packliste für dein Budget und Gewichtslimit zusammenzustellen.
Häufige Fragen (FAQ)
1. Warum brauche ich ein Kurbelradio, wenn ich ein Smartphone habe?
Weil dein Smartphone bei einem großflächigen Stromausfall innerhalb weniger Stunden nutzlos wird. Mobilfunkmasten brauchen Strom, WLAN-Router fallen aus, und der Handyakku ist schnell leer. UKW- und DAB+-Radiosender werden dagegen durch Notstromaggregate weiterbetrieben und erreichen die Bevölkerung auch ohne Internetinfrastruktur. Ein Kurbelradio mit Handkurbel und Solar funktioniert komplett ohne externes Stromnetz.
2. Reicht UKW oder brauche ich unbedingt DAB+?
Für den reinen Notfall reicht UKW völlig aus. DAB+ bietet aber Vorteile: störungsfreier Empfang, mehr Senderauswahl und vor allem die EWF-Funktion (Emergency Warning Function), über die amtliche Katastrophenmeldungen automatisch empfangen werden können. Wenn das Budget es erlaubt, empfehlen wir ein Kombigerät mit DAB+ und UKW.
3. Wie lange kann ich mit der Handkurbel Radio hören?
Als Faustregel gilt: Eine Minute kurbeln (ca. 2 Umdrehungen pro Sekunde) liefert etwa 5–15 Minuten Radiobetrieb, je nach Gerät und Lautstärke. Den kompletten Akku per Kurbel aufzuladen würde Stunden dauern und ist nicht realistisch. Die Kurbel ist als Notfall-Backup gedacht – im Idealfall lädst du den Akku vorher per USB voll und nutzt die Kurbel nur im Ernstfall.
4. Funktioniert das Solarpanel wirklich?
Ja, aber mit Einschränkungen. Kleine Solarpanels laden langsam – bei direkter Sonneneinstrahlung kannst du damit die Akkulaufzeit verlängern, aber den Akku nicht schnell vollladen. Größere Panels (wie beim ROCAM mit 8.500 mm²) sind deutlich effizienter. Am besten das Radio tagsüber ans Fenster stellen – so bleibt der Akku stetig geladen.
5. Kann ich mein Smartphone über das Kurbelradio laden?
Ja – alle getesteten Modelle bieten eine Powerbank-Funktion über USB. Die Ladegeschwindigkeit variiert: Geräte mit 12.000 mAh (ROCAM) können ein Smartphone 2–3 Mal vollständig laden, kleinere Akkus wie der Midland ER300 (2.000 mAh) schaffen nur eine Teilladung. Tipp: Nutze dein eigenes Handy-Ladekabel statt des mitgelieferten – das liefert oft höhere Ladeströme.
6. Welches Kurbelradio empfiehlt ihr für den Einstieg?
Unser Tipp je nach Budget und Bedarf:
- Budget-Tipp: ROCAM 12.000 mAh AM/FM – größter Akku zum kleinen Preis
- Bestes Gesamtpaket: Acta Berg DAB+ – deutscher Testsieger mit EWF, DAB+ und Bluetooth
- Maximale Laufzeit: ROCAM CR1030DAB – 12.000 mAh mit DAB+ und Farbdisplay
- Beste Notfall-Features: Midland ER300 – SOS-Morsecode, Hundepfeife, 130-Lumen-LED
7. Wie lagere ich mein Kurbelradio richtig?
Lagere das Radio an einem trockenen, kühlen Ort – idealerweise griffbereit im Notfallrucksack oder in einer Schublade. Wichtig: Lade den Akku alle 3–6 Monate auf, da sich Li-Ion-Akkus selbst entladen. Ein komplett leerer Akku kann auf Dauer Schaden nehmen. Am besten einmal im Quartal kurz einschalten, Empfang prüfen und aufladen.
Fazit
Ein Kurbelradio gehört in jeden Haushalt – das empfiehlt nicht nur das BBK, sondern das zeigen auch die steigenden Suchanfragen in Deutschland. Die gute Nachricht: Schon für unter 40 Euro bekommst du ein solides Notfallradio, das dich im Ernstfall mit Informationen, Licht und Handy-Strom versorgt.
Unser Testsieger ist das Acta Berg DAB+: Deutsche Marke, beste Bewertungen, EWF-Warnfunktion, intuitive Bedienung und ein fairer Preis. Wer maximale Akkulaufzeit und eine starke Powerbank braucht, greift zum ROCAM CR1030DAB mit seinem 12.000-mAh-Monster-Akku. Und wer ein bewährtes Notfallgerät mit cleveren Rettungsfeatures sucht, ist beim Midland ER300 richtig aufgehoben.
Egal für welches Modell du dich entscheidest: Kauf es heute, lade es auf – und hoffe, dass du es nie brauchst.




