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Warum einen Notvorrat anlegen?
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt jedem Haushalt in Deutschland einen Lebensmittel- und Wasservorrat für mindestens 10 Tage. Der Grund: Bei einem großflächigen Stromausfall, einer Pandemie, einem Hochwasser oder einer anderen Krise können Supermärkte, Wasserwerke und Lieferketten tagelang ausfallen. Wer dann keinen Vorrat hat, steht vor leeren Regalen.
Das Gute: Du brauchst keine teuren Spezialprodukte. Der Großteil eines soliden Notvorrats besteht aus ganz normalen Lebensmitteln, die du sowieso beim Wocheneinkauf mitnehmen kannst. Unser Notvorrat-Rechner berechnet dir in Sekunden die genauen Mengen für deinen Haushalt — basierend auf den BBK-Empfehlungen und angepasst an die Anzahl der Personen und Tage.
Notvorrat-Rechner: Deine persönliche Einkaufsliste
Stelle die Anzahl der Erwachsenen, Kinder und Tage ein. Der Rechner berechnet automatisch die empfohlenen Mengen pro Kategorie — du bekommst eine fertige Einkaufsliste zum Ausdrucken.
NOTVORRAT-RECHNER
Berechne deinen Vorrat nach BBK-Empfehlung — angepasst an deinen Haushalt.
Die BBK-Empfehlung im Detail
Das BBK gibt auf bbk.bund.de klare Richtlinien, was in einen Notvorrat gehört. Die wichtigsten Grundregeln:
- 2 Liter Wasser pro Person und Tag — für Trinken und Kochen. Bei 10 Tagen für 2 Personen sind das 40 Liter. Sixpacks stilles Wasser im Keller sind die einfachste Lösung.
- 2.300 kcal pro Erwachsenem und Tag — eine Mischung aus Kohlenhydraten (Nudeln, Reis), Proteinen (Konserven, Hülsenfrüchte) und Fetten (Öl, Nüsse).
- Kein Kochen erforderlich — der Vorrat sollte auch ohne Strom und Gas funktionieren. Konserven, Zwieback, Müsli und Nüsse brauchen keinen Herd. Ein Campingkocher ist Bonus, kein Muss.
- Haltbarkeit beachten — Nudeln, Reis und Konserven halten 1–3 Jahre. NRG-5 Notrationen über 20 Jahre. Frische Lebensmittel gehören nicht in den Notvorrat.
Das Rotationsprinzip: Kein Lebensmittel verschwenden
Der häufigste Fehler beim Notvorrat: Einmal kaufen, im Keller vergessen und nach drei Jahren alles wegwerfen. Die Lösung ist das Rotationsprinzip:
- Kaufe etwas mehr als üblich — statt 2 Pakete Nudeln kaufst du 4.
- Verbrauche immer die ältesten zuerst — neue Pakete nach hinten, alte nach vorne (FIFO: First In, First Out).
- Nachkaufen, was du verbrauchst — so bleibt der Vorrat automatisch frisch.
Mit diesem System hast du permanent einen vollständigen Vorrat, ohne jemals etwas wegzuwerfen. Die einzige Ausnahme sind Langzeit-Notrationen wie NRG-5 — die kommen als versiegeltes Backup in den Schrank und werden erst im Ernstfall geöffnet.
Lagerung: Wo und wie aufbewahren?
- Kühl und trocken: Keller, Speisekammer oder ein trockener Schrankbereich. Ideale Temperatur: 10–20 °C.
- Dunkel: Sonnenlicht beschleunigt den Verfall, besonders bei Ölen und Konserven.
- Schädlingssicher: Nudeln, Reis und Mehl in verschlossenen Behältern (Glas, Kunststoff mit Deckel) lagern — Motten und Mäuse lieben offene Verpackungen.
- Wasser separat: Wasservorräte nicht neben Chemikalien oder Putzmitteln lagern.
- Zugänglich: Der Vorrat muss im Ernstfall schnell erreichbar sein — nicht hinter dem Weihnachtsschmuck im hintersten Eck.
Ergänzende Ausrüstung für den Notfall
Lebensmittel und Wasser sind die Basis — aber für einen echten Notfall brauchst du mehr. Hier verlinken wir zu unseren ausführlichen Vergleichstests:
- Kurbelradio — Nachrichten und Behördendurchsagen ohne Strom empfangen
- Taschenlampe und Feuerstahl — Licht und Wärme ohne Strom
- Solarladegerät — Smartphone und USB-Geräte laden
- Wasserfilter — Trinkwasser aus natürlichen Quellen, wenn der Vorrat aufgebraucht ist
- Multitool — Dosenöffner, Zange, Schraubendreher in einem
- Bug-Out-Bag-Rechner — falls du dein Zuhause verlassen musst
Häufige Fragen
Was kostet ein Notvorrat für 10 Tage?
Für einen 2-Personen-Haushalt rechne mit ca. 50–80 € für den Grundvorrat (Wasser, Nudeln, Reis, Konserven, Basics). Das entspricht ungefähr einem normalen Wocheneinkauf. Spezielle Notrationen wie NRG-5 kosten ca. 10 € pro 2.300-kcal-Packung, sind aber optional.
Muss ich spezielle Prepper-Nahrung kaufen?
Nein. Der Großteil eines soliden Notvorrats besteht aus ganz normalen Supermarkt-Produkten: Nudeln, Reis, Konserven, H-Milch, Haferflocken. Spezielle Notfallrationen wie NRG-5 oder BP-ER sind ein sinnvolles Backup (extrem kompakt, 20+ Jahre haltbar), aber nicht die Basis deines Vorrats.
Wie oft muss ich den Vorrat kontrollieren?
Bei konsequenter Rotation (älteste Produkte zuerst verbrauchen) musst du kaum kontrollieren. Empfehlung: Alle 6 Monate einen kurzen Check — Haltbarkeitsdaten prüfen, Wasser auf Verfärbung kontrollieren, Verpackungen auf Beschädigungen checken.
Wasser oder Wasserfilter?
Beides. Wasservorrat in Flaschen ist die sichere Basis (sofort trinkbar, keine Technik nötig). Ein Wasserfilter ist dein Plan B, falls der Vorrat aufgebraucht ist oder die Krise länger dauert als geplant.
Wozu ein Campingkocher, wenn der Vorrat ohne Kochen funktionieren soll?
Stimmt — du kannst überleben mit Konserven direkt aus der Dose, Zwieback und Nüssen. Aber eine warme Mahlzeit und ein heißer Kaffee machen in einer Krisensituation einen enormen Unterschied für die Moral. Der Campingkocher ist ein Komfort-Upgrade, kein Muss. Wichtig: Nur bei geöffnetem Fenster verwenden!