Powerstation Vergleich 2026: Die 5 besten für den Stromausfall

Fällt der Strom aus, merkst du es zuerst an Kleinigkeiten: kein Licht, kein WLAN, das Smartphone bei 20 Prozent. Nach ein paar Stunden wird es ernster – der Kühlschrank wärmt sich auf, und wer auf Strom für Medizingeräte angewiesen ist, braucht schnell eine Lösung. Eine Powerstation ist ein großer Akku mit eingebauten Steckdosen: leise, ohne Abgase und deshalb – anders als ein Benzin-Generator – auch in der Wohnung nutzbar.

Wichtig ist eine ehrliche Erwartung: Eine Powerstation ersetzt nicht das Stromnetz. Sie hält Licht, Router, Handys, Radio und eine Weile den Kühlschrank am Laufen. Heizlüfter, Backofen oder Wasserkocher leeren sie in Minuten. Dieser Vergleich zeigt fünf aktuelle Modelle von 512 bis 2048 Wattstunden, alle mit langlebigem LiFePO4-Akku und bei Amazon.de erhältlich – und was sie im Ernstfall realistisch leisten.

Die Powerstation ist ein Baustein deiner Vorsorge, nicht die ganze Vorsorge. Was du außerdem brauchst, steht in unserer Blackout-Checkliste.

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Produkt
Kapazität
Dauerleistung
Gewicht
Solar max.
12-V-Buchse
Preis
Erweiterbar
EcoFlow Delta 3 Plus Tragbare Powerstation 1 024 Wh mit Autoladekabel DELTA 3 Plus + XT60 Kabel
Kapazität1.024 Wh
Dauerleistung1.800 W
Gewicht12,5 kg
Solar max.1.000 W
12-V-Buchseja
Preis888,00 EUR
★ Unser Favorit
BLUETTI Elite 100 V2 Tragbare Powerstation, 1024Wh Solar Generator Schwarz EL100V2
Kapazität1.024 Wh
Dauerleistung1.800 W
Gewicht11,5 kg
Solar max.ca. 1.000 W
12-V-Buchseja
Preis599,00 EUR
Preis-Leistung
DJI Power 1000 V2 tragbare Powerstation, 1024 Wh LFP-Akku | Kompakte Größe, 2600 W stabile Ausgangsleistung, in 37 Min. von 0% auf 80% geladen, elektrischer Generator für Zuhause Schwarz-9
Kapazität1.024 Wh
Dauerleistung2.600 W
Gewichtca. 13–14 kg
Solar max.nur mit Zubehör
12-V-Buchsenur mit Adapter
Preis570,45 EUR
Kompakt
EcoFlow RIVER 2 Max tragbare Powerstation, 512Wh Solargenerator mit LiFeP04
Kapazität512 Wh
Dauerleistung500 W
Gewichtca. 6 kg
Solar max.220 W
12-V-Buchseja
Preis349,00 EUR
2 kWh
EcoFlow DELTA 3 Max tragbare Powerstation 2 048 Wh, 2 400 W X-Boost Ausgang
Kapazität2.048 Wh
Dauerleistung2.400 W
Gewichtca. 20 kg
Solar max.500 W
12-V-Buchseja
PreisPreis nicht verfügbar

Inhaltsverzeichnis

Wie wir vergleichen: Wir haben die Modelle nicht selbst getestet. Grundlage sind Herstellerangaben, unabhängige Tests (ADAC und TCS 2025, Stiftung Warentest 8/2023, Fachmagazine) und die Verfügbarkeit bei Amazon.de. Bewertet haben wir vor allem, was im Stromausfall zählt: nutzbare Kapazität, Dauerleistung, Gewicht, Solar-Eingang und Anschlüsse.


1. EcoFlow DELTA 3 Plus – Platz zwei beim ADAC, mit Zusatzakkus erweiterbar

Die DELTA 3 Plus ist der Allrounder von EcoFlow: 1.024 Wh, 1.800 W Dauerleistung über vier Steckdosen, dazu USB-C, USB-A und eine 12-V-Autobuchse. Im ADAC-Test (Juni 2025) kam sie mit «gut» (2,1) auf Platz zwei – knapp hinter der Bluetti AC180P, die bei Amazon.de kaum noch regulär erhältlich ist.

Ihr größter Vorteil für die Krisenvorsorge: Sie lässt sich mit Zusatzakkus erweitern. Du kannst also mit 1 kWh starten und später aufstocken, ohne ein zweites Gerät zu kaufen. Über zwei Solar-Eingänge nimmt sie zusammen bis 1.000 W auf, an der Steckdose ist sie in gut einer Stunde voll. Die USV-Funktion schaltet laut EcoFlow in 10 ms um.

Kritik vom ADAC: Ein Solar-Ladekabel liegt nicht bei, und die Bedienknöpfe sind etwas fummelig. Das hier verlinkte Angebot enthält immerhin ein Autoladekabel. Preislich liegt sie über Bluetti und DJI mit gleicher Kapazität – du zahlst für Erweiterbarkeit und Ausstattung.

Technische Daten

  • Akku: LiFePO4, 1.024 Wh, erweiterbar mit Zusatzakkus
  • AC: 4 Steckdosen, 1.800 W Dauerleistung
  • USB: 2× USB-C (100 W), 2× USB-A
  • DC: 12-V-Autobuchse (126 W)
  • Netzladen: gut 1 Stunde
  • Solar: 2 Eingänge, zusammen bis 1.000 W
  • USV-Umschaltung: 10 ms (Herstellerangabe)
  • Gewicht: ca. 12,5 kg

Pro & Contra

Vorteile:

  • Im ADAC-Test «gut» (2,1), Platz zwei
  • Erweiterbar mit Zusatzakkus
  • Vier Steckdosen und 12-V-Buchse
  • Hoher Solar-Eingang über zwei Anschlüsse

Nachteile:

  • Teurer als Bluetti und DJI mit gleicher Kapazität
  • Solar-Ladekabel nicht im Lieferumfang
  • Bedienknöpfe etwas fummelig (ADAC)
  • Tragegriffe für den Transport ungünstig platziert

2. BLUETTI Elite 100 V2 – Unser Favorit für den Stromausfall

Die Elite 100 V2 ist im Vergleich die ausgewogenste Powerstation für den Stromausfall: 1.024 Wh, 1.800 W Dauerleistung und mit 11,5 kg trotzdem die leichteste der 1-kWh-Klasse. Vor allem hat sie die Anschlüsse, die im Notfall zählen – zwei Schuko-Steckdosen, zwei starke USB-C-Ports mit je bis zu 140 W, 12-V-Autobuchse und DC-Hohlstecker für Router, Kühlbox oder LED-Lampen ohne Umweg über ein Netzteil.

Im Test von SmartZone (Juli 2025) lieferte sie über die Steckdosen im Mittel rund 920 Wh nutzbare Energie – ein guter Wert für ein Gerät mit 1.024 Wh Nennkapazität. Über Solar nimmt sie bis etwa 1.000 W auf, das ist viel für diese Größe und hilft bei längeren Ausfällen. Die USV-Umschaltung liegt bei 10 ms.

Schwächen: Über USB-A arbeitet sie wenig effizient, das Netzkabel ist kurz, und ein Kfz-Ladekabel liegt nicht bei. Den «Power Lifting»-Modus für Geräte über 1.800 W solltest du nur für Heizgeräte o. Ä. nutzen – empfindliche Elektronik verträgt die abgesenkte Spannung schlecht.

Technische Daten

  • Akku: LiFePO4, 1.024 Wh, ca. 4.000 Zyklen bis 80 % (Herstellerangabe)
  • AC: 2× Schuko, 1.800 W Dauerleistung
  • USB: 2× USB-C bis 140 W, 2× USB-A
  • DC: 12-V-Autobuchse, 2× DC 5525
  • Netzladen: ca. 70 Minuten im Schnellmodus
  • Solar: bis ca. 1.000 W (XT60, 12–60 V)
  • USV-Umschaltung: 10 ms
  • Gewicht: ca. 11,5 kg

Pro & Contra

Vorteile:

  • Leichteste Powerstation der 1-kWh-Klasse im Vergleich
  • Alle wichtigen Anschlüsse inkl. 12-V-Buchse
  • Hoher Solar-Eingang für die Größe
  • Gute gemessene Nutzkapazität (SmartZone)

Nachteile:

  • Kfz-Ladekabel nicht im Lieferumfang
  • USB-A wenig effizient
  • Kurzes Netzkabel
  • Lüfter unter Volllast gut hörbar

3. DJI Power 1000 V2 – Preis-Leistungs-Tipp mit der meisten Leistung

Die DJI Power 1000 V2 ist eine der günstigsten Powerstations der 1-kWh-Klasse und liefert mit 2.600 W Dauerleistung trotzdem am meisten im Vergleich – genug für Geräte mit hoher Anlaufleistung wie Kühlschrank, Kreissäge oder Mikrowelle. Dazu kommt laut DJI eine USV-Umschaltung in 0,01 Sekunden und ein leiser Betrieb beim Laden. An der Steckdose ist sie in knapp einer Stunde voll, und mit Zusatzakkus lässt sie sich auf über 11 kWh erweitern.

Die wichtigste Einschränkung ist eine versteckte Zusatzinvestition: Für Solarpanels brauchst du das separat verkaufte Solarpanel-Adaptermodul (MPPT) oder DJIs Schnellladegerät, und auch für die 12-V-Autosteckdose gibt es nur einen Adapter als Zubehör. Wer die Powerstation ausschließlich an der Steckdose lädt und als Notstrom für den Kühlschrank nutzt, kommt ohne aus. Wer im längeren Blackout auf Solar setzen will, sollte das Modul gleich einplanen.

Mit 13 bis 14 kg ist sie zudem schwerer als Bluetti und EcoFlow in derselben Kapazitätsklasse, und sie hat nur zwei Steckdosen. Ihr Vorgänger, die DJI Power 1000, kam im ADAC-Test (Juni 2025) auf «befriedigend» (2,6).

Technische Daten

  • Akku: LFP, 1.024 Wh, 4.000 Zyklen bis 80 % (Herstellerangabe)
  • AC: 2 Steckdosen, 2.600 W Dauerleistung
  • USB: 2× USB-C bis 140 W, 2× USB-A
  • Netzladen: ca. 56 Minuten (Schnellladen)
  • Solar: nur mit separatem MPPT-Adaptermodul bzw. Schnellladegerät
  • USV-Umschaltung: 0,01 s (Herstellerangabe)
  • Erweiterbar: bis 5 Zusatzakkus
  • Gewicht: ca. 13–14 kg

Pro & Contra

Vorteile:

  • Höchste Dauerleistung im Vergleich
  • Sehr schnelle USV-Umschaltung
  • Erweiterbar mit Zusatzakkus
  • Leise beim Laden

Nachteile:

  • Solar nur mit separat zu kaufendem Adaptermodul
  • Keine eingebaute 12-V-Autobuchse
  • Schwerer als die Konkurrenz mit gleicher Kapazität
  • Nur zwei Steckdosen

4. EcoFlow RIVER 2 Max – Kompakt für Licht, Router und Handys

Nicht jeder braucht 12 kg Akku im Wohnzimmer. Die RIVER 2 Max ist die kleine Lösung: 512 Wh in einem Gerät von rund 6 kg, das sich auch von älteren Menschen noch tragen lässt. Bei Stiftung Warentest wurde sie Testsieger (test 8/2023, «gut» 2,1) – das ist zwar schon eine Weile her, aber das Modell ist unverändert erhältlich.

Für einen Stromausfall reicht sie, um Licht, Router, Radio und Handys über ein bis zwei Tage zu versorgen. Mit 500 W Dauerleistung (kurzzeitig bis 1.000 W im X-Boost-Modus) ist bei größeren Verbrauchern aber Schluss: Kühlschrank geht nur, wenn sein Anlaufstrom passt, Wasserkocher und Heizlüfter gar nicht. An der Steckdose ist sie in unter einer Stunde voll, Solar nimmt sie bis 220 W auf.

Die Umschaltung im Notstrommodus dauert 30 ms – für Lampen und Router meist kein Problem, empfindliche PCs können dabei aber neu starten.

Technische Daten

  • Akku: LiFePO4, 512 Wh, ca. 3.000 Zyklen bis 80 % (Herstellerangabe)
  • AC: 2 Steckdosen, 500 W (X-Boost bis 1.000 W)
  • USB: 1× USB-C bis 100 W, USB-A
  • DC: 12-V-Autobuchse (126 W)
  • Netzladen: unter 1 Stunde
  • Solar: bis 220 W
  • Notstrom-Umschaltung: 30 ms
  • Gewicht: ca. 6 kg

Pro & Contra

Vorteile:

  • Leicht und kompakt
  • Testsieger bei Stiftung Warentest (test 8/2023)
  • Schnelles Laden
  • 12-V-Autobuchse vorhanden

Nachteile:

  • Nur 500 W Dauerleistung
  • Für Kühlschrank nur bedingt geeignet
  • Langsamere Notstrom-Umschaltung (30 ms)
  • Älteres Modell (2022)

5. EcoFlow DELTA 3 Max – Für lange Stromausfälle

Wer Kühlschrank und Gefriertruhe über mehrere Tage absichern will, kommt mit 1 kWh an die Grenze. Die DELTA 3 Max bietet mit 2.048 Wh doppelt so viel Energie und 2.400 W Dauerleistung über vier Steckdosen, dazu 12-V-Autobuchse und mehrere USB-C-Ports. An der Steckdose ist sie in rund 50 Minuten zu 80 Prozent geladen, die USV-Umschaltung liegt bei 10 ms.

Die Kehrseite ist das Gewicht: rund 20 kg trägt man nicht mal eben in den Keller. Und der Solar-Eingang von 500 W ist für diese Kapazität knapp – an einem guten Sonnentag lädst du damit nur einen Teil des Akkus nach, im Winter deutlich weniger. Erweitern lässt sich die DELTA 3 Max nicht; wer später aufstocken will, schaut sich die teurere «Max Plus» an.

Sinnvoll ist sie für Haushalte, die eine feste Notstrom-Ecke einrichten und die Powerstation selten bewegen.

Technische Daten

  • Akku: LiFePO4, 2.048 Wh
  • AC: 4 Steckdosen, 2.400 W Dauerleistung
  • USB: USB-C (1× 100 W, 2× 30 W), 1× USB-A
  • DC: 12-V-Autobuchse (126 W)
  • Netzladen: 80 % in ca. 51 Minuten
  • Solar: bis 500 W
  • USV-Umschaltung: 10 ms
  • Gewicht: ca. 20,3 kg
  • Erweiterbar: nein

Pro & Contra

Vorteile:

  • Doppelte Kapazität für längere Ausfälle
  • Vier Steckdosen und 12-V-Buchse
  • Sehr schnelles Netzladen
  • USV-Funktion

Nachteile:

  • Mit rund 20 kg schwer
  • Solar-Eingang für 2 kWh eher knapp
  • Nicht erweiterbar
  • Teuerstes Modell im Vergleich

Kaufratgeber: Worauf es bei einer Powerstation für den Stromausfall ankommt

Nutzbare Kapazität statt Nennwert

Die Wattstunden (Wh) auf dem Karton geben an, wie viel Energie im Akku steckt – nutzbar ist weniger. Beim ADAC-Test (Juni 2025) lag die nutzbare Kapazität im Schnitt 10 bis 15 Prozent unter der Herstellerangabe, weil Wechselrichter und Elektronik selbst Strom verbrauchen. Rechne bei einer 1.024-Wh-Powerstation also mit rund 870 bis 920 Wh.

Faustregel für die Laufzeit: nutzbare Wh geteilt durch die Leistung des Geräts in Watt. Ein Router mit 10 W läuft an 900 Wh also rund 90 Stunden, ein Heizlüfter mit 2.000 W keine halbe Stunde.

Dauerleistung und Anlaufstrom

Die Dauerleistung (W) entscheidet, welche Geräte überhaupt laufen. Kühlschränke, Gefriertruhen und Pumpen brauchen beim Anlaufen kurz ein Vielfaches ihrer Nennleistung. Für einen normalen Haushaltskühlschrank reichen 1.000 W Dauerleistung in aller Regel; bei 500 W kommt es auf das Gerät an.

Was im Stromausfall realistisch geht

Der TCS hat für eine 1.000-Wh-Powerstation diese Werte genannt: ein Kühlschrank rund 43 Stunden, eine Gefriertruhe rund 29 Stunden, ein Smartphone bis zu 66 Ladungen. Das ist eine gute Orientierung, im Einzelfall hängt es vom Gerät ab.

Was nicht sinnvoll geht: elektrisch heizen, kochen mit Herdplatte oder Backofen, Warmwasser. Diese Geräte ziehen 1.500 bis 3.000 W und leeren selbst eine 2-kWh-Powerstation in rund einer Stunde. Gasheizungen brauchen zwar Strom für Pumpe und Steuerung, sind aber meist fest angeschlossen – eine Umrüstung für Notstrom gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Fürs Kochen ohne Strom ist ein Gas- oder Spirituskocher die bessere Wahl.

LiFePO4-Akku

Alle Modelle im Vergleich nutzen Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4/LFP). Die Hersteller geben 3.000 bis 4.000 Ladezyklen bis 80 Prozent Restkapazität an. Für eine Powerstation, die jahrelang als Reserve im Schrank steht, ist das die richtige Wahl.

USV-Funktion

Eine USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) schaltet bei einem Netzausfall automatisch auf Akku um. Bei 10 ms laufen Router, NAS und PC in der Regel einfach weiter; bei 30 ms (RIVER 2 Max) kann ein PC neu starten. Die Powerstation hängt dafür dauerhaft am Netz und die Geräte an der Powerstation.

Solar-Eingang und versteckte Kosten

Bei einem mehrtägigen Ausfall ist Solar die einzige Möglichkeit nachzuladen. Achte auf die maximale Solarleistung (W) und den Spannungsbereich. Bei der DJI Power 1000 V2 brauchst du für Solar ein separat verkauftes Adaptermodul. Passende Panels findest du in unserem Solarladegeräte-Vergleich – für Powerstations sind eher größere Panels ab 100 W sinnvoll. Im Winter liefern Solarpanels nur einen Bruchteil ihrer Nennleistung.

Laden im Auto: Achtung bei zwei DC-Eingängen

Beim ADAC-Test (Juni 2025) wurden die Ective BlackBox 10 und die Jackery Explorer 1000 v2 mit «mangelhaft» abgewertet: Ihre beiden DC-Eingänge sind nicht voneinander entkoppelt. Wer gleichzeitig über Solar und die Autobatterie lädt, riskiert Schäden am 12-V-Bordnetz des Fahrzeugs. Lade Powerstations im Auto nur über einen Eingang, wenn die Anleitung nichts anderes ausdrücklich erlaubt.


Deutschland, Österreich, Schweiz: Was du beachten solltest

Steckdosen: Powerstations von Amazon.de haben deutsche Schuko-Steckdosen. In Deutschland und Österreich passt das. In der Schweiz passen flache Eurostecker, Schweizer Stecker (Typ J) dagegen nur mit Adapter. Der TCS rät Käuferinnen und Käufern in der Schweiz deshalb, auf passende Steckdosen zu achten.

Tests: Die aktuellsten unabhängigen Tests stammen vom ADAC und vom TCS (beide Juni 2025, acht Powerstations mit 750 bis 1.500 Wh). Testsieger war dort die Bluetti AC180P, die bei Amazon.de aktuell kaum noch regulär erhältlich ist; die EcoFlow DELTA 3 Plus aus unserem Vergleich kam auf Platz zwei («gut», 2,1). Stiftung Warentest hat Powerstations zuletzt im Heft 8/2023 getestet – mit kleineren Geräten um 500 Wh.

Lieferung: Powerstations enthalten große Lithium-Akkus. Ob ein Angebot von Amazon.de nach Österreich oder in die Schweiz geliefert wird, hängt vom Verkäufer ab – das siehst du auf der Produktseite.


Sicher laden, lagern und anschließen

Eine Powerstation erzeugt keine Abgase und darf deshalb in der Wohnung betrieben werden – ein großer Unterschied zu Benzin- oder Diesel-Notstromaggregaten. Von deren Betrieb in Gebäuden wird wegen Kohlenmonoxid strikt abgeraten (Merkblatt Notstromaggregate, Land Steiermark).

Für Lithium-Akkus gelten trotzdem ein paar Regeln. Das Umweltbundesamt empfiehlt unter anderem:

  • beim Laden nichts Brennbares in der Nähe, idealerweise in einem Raum mit Rauchmelder
  • nicht unbeaufsichtigt oder über Nacht laden
  • lagern bei etwa 10 bis 25 °C, nicht in feuchten Räumen und nicht im Freien
  • beschädigte oder aufgeblähte Akkus nicht mehr verwenden

Für die Langzeitlagerung empfiehlt das Umweltbundesamt einen Ladestand von etwa 40 bis 50 Prozent. Für eine Notfallreserve ist das ein Kompromiss: Lies in der Anleitung nach, was der Hersteller empfiehlt, und kontrolliere den Ladestand alle paar Monate.

Nie ins Hausnetz einspeisen: Eine Powerstation versorgt Geräte über ihre eigenen Steckdosen. Sie mit einem Stecker-Stecker-Kabel an eine Haussteckdose anzuschließen, um das ganze Haus zu versorgen, ist lebensgefährlich. Eine feste Notstrom-Einspeisung braucht einen Umschalter, den eine Elektrofachkraft installiert.

Diese Hinweise ersetzen nicht die Bedienungsanleitung des Herstellers. Bei Fragen zur Hausinstallation wende dich an eine Elektrofachkraft.


Häufige Fragen (FAQ)

1. Wie lange läuft ein Kühlschrank an einer Powerstation?

Laut TCS versorgt eine Powerstation mit 1.000 Wh einen Kühlschrank rund 43 Stunden und eine Gefriertruhe rund 29 Stunden. Der genaue Wert hängt vom Gerät, der Umgebungstemperatur und davon ab, wie oft die Tür geöffnet wird.

2. Kann ich mit einer Powerstation im Stromausfall heizen?

Elektrisch heizen ist mit einer Powerstation kaum sinnvoll: Ein Heizlüfter mit 2.000 W leert eine 1-kWh-Powerstation in weniger als einer halben Stunde. Besser sind warme Kleidung, Decken und das Zusammenrücken in einem Raum.

3. Darf ich eine Powerstation in der Wohnung benutzen?

Ja. Eine Powerstation erzeugt keine Abgase und kann in Innenräumen betrieben werden. Beim Laden sollten keine brennbaren Gegenstände in der Nähe liegen, und sie sollte nicht unbeaufsichtigt über Nacht laden. Benzin- oder Dieselaggregate gehören dagegen wegen Kohlenmonoxid nicht ins Haus.

4. Welche Größe brauche ich für einen Stromausfall?

Für Licht, Router, Radio und Handys über ein bis zwei Tage reichen rund 500 Wh. Soll auch der Kühlschrank laufen, sind etwa 1.000 Wh sinnvoll. Für Kühlschrank und Gefriertruhe über mehrere Tage oder mit Medizingeräten lohnen sich 2.000 Wh oder ein erweiterbares Modell.

5. Wie viel Kapazität einer Powerstation ist wirklich nutzbar?

Beim ADAC-Test 2025 lag die nutzbare Kapazität im Schnitt 10 bis 15 Prozent unter der Herstellerangabe. Bei einer Powerstation mit 1.024 Wh solltest du also mit etwa 870 bis 920 Wh rechnen.

6. Kann ich eine Powerstation an die Hausinstallation anschließen?

Nicht über eine normale Steckdose: Ein Stecker-Stecker-Kabel ist lebensgefährlich. Eine Einspeisung ins Hausnetz braucht einen Notstrom-Umschalter, der von einer Elektrofachkraft installiert wird. Im Normalfall schließt du die Geräte direkt an die Powerstation an.


Fazit

Für die meisten Haushalte ist eine Powerstation mit rund 1 kWh der beste Kompromiss aus Reserve, Gewicht und Preis. Unser Favorit ist die Bluetti Elite 100 V2: leicht für ihre Klasse, mit 12-V-Buchse und starkem Solar-Eingang. Wer günstig einsteigen will, viel Leistung braucht und vor allem an der Steckdose lädt, nimmt die DJI Power 1000 V2; wer mit 1 kWh starten und später aufstocken möchte, die erweiterbare EcoFlow DELTA 3 Plus.

Für Licht, Router und Handys reicht die kompakte RIVER 2 Max, für mehrtägige Ausfälle mit Kühlschrank und Gefriertruhe die DELTA 3 Max – wenn du mit 20 kg leben kannst.

Eine Powerstation ersetzt nicht den Rest der Vorsorge: Ein Kurbelradio hält dich auch ohne Netz informiert, und mit unserem Notvorrat-Rechner planst du Essen und Trinken für den Ernstfall.

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